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Simeon und Hanna |
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"Wir warten aufs Christkind!" - so hieß eine beliebte Sendung am Heiligen Abend, die ich als Kind nur selten verpaßt habe. Doch irgendwann hatte das Warten ein Ende und das Glöckchen läutete zur Bescherung. Kurze Zeit später waren alle Geschenke ausgepackt und in den kommenden Tagen begann der Zauber von Weihnachten langsam wieder zu verblassen. Der Alltag hielt Einzug, wie hätte es auch anders sein können! Spätestens mit dem Ende der Schulferien Anfang Januar kam alles wieder in die gewohnten Gleise. Im Evangelium stehen an der Schwelle zur Zeit nach Weihnachten zwei ganz besondere Gestalten - eine alter Mann und eine alte Frau. Er - Simeon - ein Gottsucher, ein Frommer in Erwartung des Messias. Sie - Hanna - eine Prophetin, die das Geheimnis dieses Kindes in die Welt hinausträgt und die Kunde von ihm den einfachen Leuten bringt, die in den Jerusalemer Tempel kommen, um zu beten. |
Im "Lobgesang des Simeon" wird zum ersten Male im Zentrum der jüdischen Welt deutlich, wer da gekommen ist, denn:Bei Lukas heißt es im 2. Kapitel, Vers 29: "Herr, nun läßt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, den du bereitet hast allen Völkern. Ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel." Sein, Simeons, Leben, hat sich erfüllt. Er hat den Messias, den Gesandten Gottes im Arm gehalten. Nun kann er gehen, denn er hat ihn gesehen. Simeon erkennt in dem Säugling den Sohn Gottes - und Hanna kann davon nicht schweigen. So kommt die Botschaft von der Geburt des Kindes an ihren angestammten Ort: Mitten in die Welt und damit letzten Endes auch zu uns. So werden Simeon und Hanna für zu uns zu Wegbereitern und "Großeltern im Glauben". Karin Neese"
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