| Der Heilige Mauritius |
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Wir möchten mit Ihnen auf Spurensuche gehen - auf
Spurensuche nach jenem Mann, dem unsere Kirche
ihren Namen verdankt - Mauritius. Was für ein Mensch verbirgt sich dahinter? Was wissen wir noch von ihm? Und was haben die Menschen damals unserer Gemeinde mitgeben wollen, als sie ihn als Leitbild wählten? Seine Statue aus Holz steht in unserem Kircheneingang. Es ist das Bild eines römischen Soldaten - eines kräftigen, fast ungeschlachten Mannes. Seine Züge sprechen von Wind und Wetter, von den harten Lebensbedingungen, denen er ausgesetzt war. Der Legende nach schrieb Mauritius diesen Brief an Kaiser Maximilian Herkules von Rom: "Wir sind deine Soldaten, o Kaiser! Doch wir sind auch die Soldaten Christi! Wir erhalten von dir die militärischen Stellen, von Ihm aber die Unschuld der Seele. Du bezahlst uns die Mühen des Kriegsdienstes, doch er gab uns das Geschenk des Lebens. Niemals also, o Kaiser, können wir dir gehorchen, wenn er uns zu gehorchen verbietet." Mauritius war ein schwarzer Afrikaner. Im Lateinischen bedeutet sein Name "Maure" oder "Mohr". Ihm war eine römische Legion unterstellt, die sich aus Christen aus Ägypten zusammensetzte. Eines Tages wurden sie über die Alpen geschickt, um in Gallien eine Revolte zu unterdrücken. |
Mauritius soll geschrieben haben: "Unsere Armee sind
nicht die Armee von Henkersknechten, sie können
nicht Unschuldige und Bürger töten. Um die Bürger
zu verteidigen, nicht um sie zu ermorden, haben wir
die Waffen ergriffen." Und die weigerten sich, dem
römischen Kaiser un den Göttern zu opfern.
Mauritius schrieb weiter: Daraufhin wurde die Legion vom römischen Kaiser zweimal dezimiert. Doch sie blieben bei ihrer Weigerung und wurden alle getötet - 6600 Mann wie die Legende berichtet. Karin Neese |